Gesund durch den Winter

Wir Menschen haben im Winter vermehrt mit Erkältungen und Krankheit zu kämpfen, auch bei unseren vierhufigen Freunden müssen wir darauf achten, sie entsprechend für die kalte Jahreszeit auszurüsten. Auch wenn Pferde deutlich besser mit niedrigen Temperaturen umgehen können als wir – man kann einiges tun, um sie ideal durch die dunkle Jahreszeit zu begleiten.

Mash, Rübenschnitzel und Heucobs

Im Winter neigen viele Pferde dazu, etwas zu dünn zu werden. Nach ein paar Monaten ohne Sommerweide schmeckt das Heu dann auch nicht mehr so gut- ich esse auch nicht gerne monatelang nur Brot! Ein bisschen Abwechslung tut gut:

Mash fressen fast alle Pferde gerne, wenn man darauf achtet, dass es nicht zu flüssig ist.Es ist allgemein als appetit- und verdauungsförderndes Ergänzungsfutter bekannt.
Wer es regelmäßig füttert, kann seinem Pferd auf leckere Art dabei helfen, Gewicht zu halten und nicht zu sehr abzuspecken.

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Mash in der Rohform. Mit Wasser aufgegossen eine leckere Mahlzeit

Wenn das Pferd schon recht dünn ist, greifen viele Pferdebesitzer zu Rübenschnitzeln. Diese sind ein Abfallprodukt bei der Zuckerherstellung aus Zuckerrüben. Als Abfallprodukt sieht auch Elli sie an. Sie frisst sie gar nicht!
Hat man aber einen Kandidaten, den die recht bröselige Konsistenz nicht abschreckt, kann man mit Rübenschnitzeln relativ schnell eine Gewichtszunahme erreichen.
Das enthaltene Pektin wirkt sich zudem positiv auf die Darmflora aus.

Heucobs oder Wiesencobs sind Pellets aus getrocknetem Heu, welches in einem speziellen Verfahren bearbeitet wird. Deshalb sind sie besonders für Pferde mit chronischer Bronchitis und Heustauballergiker geeignet sind, wobei alle für das Pferd richtigen Raufutterstrukturen beibehalten werden. Nichtsdestotrotz mögen nicht alle Pferde gern Wiesencobs fressen.

Atemwegskräuter

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Atemwegskräuter gibt es in jedem Futterhandel

Ich fange in der Regel schon zu Beginn des Winters mit de
r Fütterung von Atemwegskräutern an. Besonders in der Übergangszeit von Herbst zu Winter sollte man achtsam sein, da diese mit häufigen Witterungswechseln und Temperaturschwankungen eine schwierige Phase für die Pferdegesundheit darstellt.
Die Kräuter gibt es in jedem Futterhandel oder Onlineshop (zwischen 10-20€ pro Packung).

Man kann sie ganz einfach über das Kraftfutter geben oder mit dem Mash aufkochen. Normalerweise fressen Pferde die Mischungen sehr gut, für Sensibelchen ist die aufgekochte Variante besonders geeignet.

Tee

Einen schönen heißen Tee zum Aufwärmen trinken- das tut im Winter besonders gut. Auch unseren Pferden können wir mit dem Getränk etwas gutes tun, wenn auch nicht in heißer Form. Generell sollte man darauf achten, dass Flüssigkeiten nur handwarm sind, da  Pferde sich sonst daran verbrühen können.
Da viele Pferde im Winter zu wenig trinken, ist Tee ein super Trick, damit sie nicht dehydrieren.
Man kann also den Tee in einem Wasserkocher heiß werden lassen, wenn man ohnehin Wasser für Mash, Heucobs und Co. aufsetzt und ihn dann für die Zubereitung verwenden.
Oder man kann ihn kochen, etwas abkühlen lassen und ihn seinem Liebling dann zum Trinken anbieten. Man soll sich wundern, aber viele Pferde genießen einen Eimer Tee im Winter!

Verschiedene Sorten – verschiedene Wirkungen:

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Bei größeren Wassermengen daran denken: Mehr Tee nehmen !

  • Thymian: hält die Atemwege frei
  • Kamille: beruhigt den Magen, gegen Bronchitis
  • Fenchel: gegen Bauchweh
  • Salbei: ein typisches Erkältungsgewächs
  • Pfefferminze: besonders gut bei potentiellen Kolik-Patienten
  • Hagebutte: perfekt in der Fellwechselzeit, enthält viel Vitamin C

Außerdem finde ich es wichtig, regelmäßig die Blutwerte meines Pferdes überprüfen zu lassen. Ein großes Blutbild kostet nicht die Welt und wenn man es alle sechs Monate testen lässt, kann man die Termine auf Januar und Juli legen – das kann man sich auch leicht merken 😉

Kennt ihr noch mehr Tipps zur gesunden Überwinterung? Man lernt ja nie aus 😀

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