Mutterglück – Ellis Fohlen

Wie einige von euch schon wissen, hat Elli vor ihrer „Sportlerkarriere“ ein ganz anderes Leben geführt: Sie hat zwei wunderbare Fohlen zur Welt gebracht, die unser Leben ganz schön auf den Kopf gestellt haben.
Wie es dazu kam und was wir mit Pupsi und Motti erlebt haben, möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.

In meiner Jugend (kann man das als Dreiundzwanzigjährige schon sagen? 😀 ) haben meine Eltern und ich auf einem Resthof mit unseren Pferden gewohnt. Da ich zu der Zeit schon ein Turnierpferd hatte und Elli mit ihrem Stockmaß von 1,56m ohnehin zu klein für mich schien, entschlossen meine Eltern, sie decken zu lassen. Dieser Entschluss war wohlüberlegt und lange geplant- mein Papa hat wochenlang nach Hengsten gesucht. Schließlich entschied er sich für den Oldenburger Hengst Stedinger.

Klein Elli regelte alles großartig:

Dass Elli aber bereits nach dem ersten Versuch tragend sein würde, damit hatte niemand gerechnet. Ihre Trächtigkeit verlief auch sonst ohne besondere Vorkommnisse und selbst die Geburt meisterte sie ganz allein.
Das Fohlen war einfach plötzlich da! Ein wunderschönes Gefühl, so ein kleines und doch so waches und neugieriges Wesen zu sehen.
Ich schloss das kleine Stutfohlen mit Spitznamen „Pupsi“ natürlich sofort ins Herz, wie könnte ich auch nicht?!

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Ellis erstes Fohlen- ein absoluter Sonnenschein!

Mit Pupsi hatte ich eine wunderbare Zeit! Sie war schnell sehr unabhängig von Elli und folgte mir überall hin. Schon ein paar Tage nach der Geburt war sie halfterführig und ich konnte sie hinter Mutti her zur Koppel führen. Sie hat außerdem eine Fohlenprämie erhalten- und Papa vor ist vor lauter Stolz fast geplatzt! 😀

Und weil es so schön war…

Mit ihr war alles so angenehm und unkompliziert, dass wir Elli noch einmal decken ließen, dieses Mal vom Westfalen-Hengst Farewell III.
Als Ellis zweites kleines Stutfohlen zur Welt kam, waren meine Eltern gerade verreist- Johanna allein zu Haus mit Fohlengeburt! Ohweia! Aber auch dieses Mal hat Elli alles geregelt. „Motti“ brauchte etwas Starthilfe, die Beinchen waren etwas krumm und die die Atemwege nicht ganz frei. Aber auch sie entwickelte sich mit der Zeit sehr gut.

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Elli mit ihrem zweiten Fohlen „Motti“

Besonders spannend war, dass sie so ganz anders war als ihre Schwester: Aufhalftern? Nicht mit ihr? Kuscheln? Keine Lust! Auf dem Anhänger zum Fohlenbrennen? Denkste!
Aber auch mit der kleinen Ziege hatten wir eine wunderbare Zeit, die ich niemals hätte missen wollen. Es ist so ein schönes Gefühl, ein kleines Fohlen beim Großwerden zu beobachten und die Verbindung zwischen Mutter und Kind ist einfach etwas unbeschreibliches- auch bei Pferden.
Bis sie drei und zwei Jahre alt waren, blieben die beiden Fohlen in unserem Besitz. So sahen sie damals aus:

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Oben: Stute von Stedinger (dreijährig). Rechts: Farewell III Stute (zweijährig)

Ich fand es immer sehr erstaunlich, dass die beiden sich so unterschiedlich entwickelt haben. Die Stute von Stedinger ist Elli wie aus dem Gesicht geschnitten, sie könnte fast als ihr Zwilling durchgehen. Die Farewell-Stute ist viel dunkler und kräftiger als Elli. Und hat zudem noch diese wunderschönen vier weißen Beine.
Pupsi ist mittleweile sechs Jahre alt und Motti fünf. Beide Pferde haben mittlerweile tolle neue Besitzer, die sie sicherlich genau so lieben, wie ich Elli 🙂

2 Gedanken zu “Mutterglück – Ellis Fohlen

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