Heißes Eisen – beim Schmied

Über diesen Termin freuen sich nicht alle Pferdebesitzer. Und dennoch steht er alle paar Wochen in unserem Terminkalender: Der Besuch beim Schmied. Die Mani-Pedi für unsere vierhufigen Freunde ist die Basis für ein gesundes Gangbild. Doch was genau gilt es bei der Wahl des Schmieds zu beachten? Was kann man selbst tun, um sein Pferd zwischen den Behandlungen optimal zu versorgen?

Genau wie wir Menschen haben auch unsere Pferde die unterschiedlichsten Bedürfnisse, was das Schuhwerk angeht. Manch einer läuft problemlos barfuß, andere sind unheimlich empfindlich und mögen ohne Schuhe keinen Schritt tun. Was genau der richtige Beschlag für ein Pferd ist, kann ein kompetenter Schmied mit Unterstützung des Besitzers feststellen. Elli läuft derzeit mit zwei Eisen vorne, eventuell wird sie in nicht allzu ferner Zukunft auch hinten Eisen bekommen. Davon erhoffe ich mir, dass sie etwas mehr Last aufnehmen mag. Zudem wäre dies auch in Hinsicht auf geplante Geländeprüfungen ein Vorteil in Sachen Sicherheit. Denn mit vier stollenbesetzten Eisen rutscht es sich doch deutlich weniger auf nassem Gras.

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Eine breite Auftrittsfläche und trotzdem Platz zum Abrollen

Mit diesen Eisen, die vorne abgerundet sind, soll Elli das Abrollen erleichtert werden. So werden ihre Tritte, die durch ihre von Natur aus steile Fesselung eher hart und schwierig zu sitzen sind, etwas geschmeidiger gemacht. Nachdem Elli sich einst ein Eisen abgetreten und dann wieder „ins Leben“ reingetreten hat, geht mein Schmied auf Nummer sicher und verwendet Nägel mit einem Hartmetallkern, die besonders lange halten.

Unseren Hufschmied haben wir nun schon seit über einem Jahr und ich bin sehr zufrieden mit ihm. Doch woran erkennt man einen guten Schmied? Als Laie gar nicht mal so einfach, ich zumindest bin kein Experte auf diesem Gebiet. Aber mein Schmied erklärt mir immer ganz genau, warum er etwas gerade macht und was er damit bezwecken will. Auch die langfristigen Einflüsse macht er mir deutlich. Ich würde bei einem neuen Schmied immer die ersten Male dabei sein wollen, damit ich sehen kann, wie er arbeitet und wie er auf Pferd und mich als Kundin eingeht. Wenn man ein gutes Bauchgefühl hat und seine Erklärungen nachvollziehen kann, ist man bestimmt auch in guten Händen.

Beim Schmiedbesuch kann man auch immer eine Menge lernen: Bei der Hufpflege mit Fett habe ich nie darüber nachgedacht, dass es besonders wichtig ist, den Kronrand ganz bis nach oben zu behandeln. Denn von dort kommt ja das neue Horn, das möglichst stark sein soll. Huföl oder -balsam ist übrigens besser geeignet als Fette, die schlecht einziehen. Durch sie wird der Huf zuerst aufgeweicht und zieht sich dann wieder zusammen. Besonders im trockenen Sommer kommt das der Hufgesundheit nicht gerade zugute. Das werde ich mir in Zukunft auf jeden Fall zu Herzen nehmen.
Ich füttere außerdem regelmäßig eine Max H Hippo Kur, wenn mein Schmied mich darauf hinweist. Diese sorgt für vermehrtes Wachstum des Horns und verleiht der Hufwand mehr Stabilität.

Habt ihr noch mehr Tipps für die Hufgesundheit? 🙂

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Das richtige Schuhwerk – für Reiter und Pferd gleichermaßen wichtig

 

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