Turnierbericht Melsdorf

Das zweite Turnier des Jahres fand in Melsdorf, also ganz bei uns in der Nähe statt. Deshalb fand ich es auch in Ordnung, an zwei Tagen zu dem Turnier zu fahren. Das versuche ich normalerweise zu vermeiden, damit Elli die Motivation nicht verliert. Aber gerade zum Einstieg in die Saison kann es ja auch hilfreich sein, mehrere Prüfungen zu reiten. So stand für uns am Samstag eine Dressurreiterprüfung der Klasse L auf dem Plan, am Sonntag hatte ich eine L Trense und eine L Kandare genannt. Diese sollte unsere erste Dressur auf Kandare werden!

Samstag, 18.03.2017

Nachdem es am Freitagabend und in der Nacht extrem geregnet hatte, war der Anhängerplatz auf dem Turnier nicht befahrbar. Deshalb haben wir am Rande eines Weges auf dem Hof geparkt und mussten immer vor- und zurückfahren, damit die anderen Leute ein- und ausladen konnten. Weil es so windig war, wollte ich Elli eigentlich noch auf dem Anhänger stehenlassen, aber sie wurde unheimlich nervös, weil wir sie normalerweise nie lange stehen lassen. Das müssen wir wohl noch mal mit ihr üben… Nachdem wir sie dann abgeladen hatten, war sie auch recht schnell wieder ruhig.
Beim Abreiten war sie schon deutlich weniger maulig als die Woche über im Training, damit war ich schon mal sehr zufrieden.
In der Prüfungshalle hat sie kaum geguckt und war sehr gut bei mir. Man hat zwar gemerkt, dass sie die Umgebung nicht kalt gelassen hat, aber sie hat sehr gut zugehört. Die Patzer, die in der Prüfung passiert sind, gingen also hauptsächlich auf mein Konto. Ich muss unbedingt längere Schrittphasen in den einfachen Wechseln reiten und die Übergänge vom versammelten Trab zum Arbeitstrab deutlicher gestalten. Von meiner Kurzkehrt-Legasthenie ganz zu schweigen 😀
In dieser Prüfung landeten wir auf dem 3.Platz, ein toller Start ins Wochenende!

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Sonntag, 19.03.2017

Ich dachte schon, dass das Wetter am Samstag nicht gerade toll war. Doch der Wettergott hat sich an diesem Sonntag noch mal besonders ins Zeug gelegt und alle Schleusen geöffnet, die ihm zur Verfügung standen: Es schüttete wie aus Eimern. Den ganzen Tag lang! Nicht nur der Wettergott, auch Elli wollte mir einen kleinen Streich spielen. Als ich sie für fünf Minuten alleine im Stall ließ, wollte sie sich anscheinend ihrer Zöpfe entledigen und wälzte sich mit ihren frisch gewaschenen Abschwitzdecken in ihrer Box. Da es noch früh war, war die Box noch nicht gemistet und sie hat ihre fliederfarbene Decke mit schönen braunen und gelben Flecken bedeckt 😀

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Ich war das nicht- das war schon so!

L-Trense

Auf dem Turnier angekommen stand zunächst die L-Dressur auf Trense an. Das Abreiten verlief nicht ganz so gut wie am Tag zuvor, auch weil in der Halle deutlich mehr Betrieb war als am Samstag. Ich lasse mich zu leicht von anderen Reitern beeinflussen, die einem immer wieder in den Weg reiten und reite dann nicht mehr so effektiv ab, wie ich müsste. Da ich aber genug Zeit eingeplant hatte, wurde Elli noch recht locker. In der Prüfung war sie nicht so gut bei mir, war etwas spannig und abgelenkt. Aber im Großen und Ganzen haben wir uns auch nicht blamiert, so konnten wir mit dem 7.Platz noch eine Platzierung erreiten 🙂

L-Kandare

Und dann kam unsere erste gemeinsame L-Dressur auf Kandare! Geplant war alles etwas anders, als es dann tatsächlich ablief. Meine Trainerin war so lieb und wollte vorbeikommen und uns unterstützen. Ich traue mich beim Reiten auf Kandare noch nicht so „zuzupacken“ und genau das braucht Pöschi oftmals, weil sie mit dieser Zäumung noch nicht so zufrieden läuft. Da die Prüfung aber eineinhalb (!) Stunden vorgezogen wurde, hat meine Reitlehrerin es leider nicht mehr geschafft zu kommen. Also mussten wir da irgendwie alleine durch. Beim Warmreiten war Elli noch sehr genervt und hat beim Angaloppieren oft gebuckelt. Das kenne ich gar nicht von ihr bisher, möchte ich auch nicht unbedingt näher kennenlernen. Als es ins Vorbereitungsviereck ging, lief es schon etwas besser. In der Prüfung hat sie auch noch einmal richtig übel gebuckelt, ein kleines bisschen Rodeofeeling 😀 Aber ihre Zunge blieb da, wo sie hingehört, schon mal ein kleiner Erfolg für uns. Insgesamt war ich für das erste Mal recht zufrieden. Ich muss noch an der Führung des Kandarenzügels arbeiten und wir müssen einfach insgesamt mit dieser Zäumung weiter üben.

Trotz des Wetters haben wir ein sehr schönes Turnierwochenende verbracht. Jetzt haben wir allerdings erstmal vier Wochen Pause, in denen wir weiterhin fleißig trainieren können 🙂

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3 Gedanken zu “Turnierbericht Melsdorf

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