10 Dinge, die man als Reiter vergessen kann

Es gibt bestimmte Dinge, die muss man als Reiter einfach abhaken und sie den Anderen überlassen. Ich habe für euch eine Liste mit zehn Punkten aufgestellt, die für uns Pferdemenschen einfach unmöglich sind!

  1. …lackierte Nägel: Für die Feier am Vorabend hat man sich feinsäuberlich die Fingernägel lackiert und freut sich, wie gepflegt die sonst vom Misten und Pferdeschrubben geschundenen Hände doch aussehen können. Aber Pustekuchen – nach der Reitstunde am nächsten Tag ist die Hälfte schon wieder runter und man sieht aus wie ein Totengräber.
  2. …wegfahren ohne schlechtes Gewissen: Die meisten von uns fahren am Wochenende ohnehin nicht oft weg. Die freie Zeit muss man schließlich zum Reiten nutzen! Wenn man es doch mal tut, fühlt man sich immer, als würde man seinen Vierbeiner hängen lassen und als könnte gerade an diesem Wochenende etwas furchtbares passieren.
  3. …ein sauberes Auto: Da hat man es endlich mal wieder in die Waschstraße geschafft und fährt am nächsten Tag doch spontan ins Gelände und das Auto sieht schlimmer aus als nach einem Wüstenrennen. Im Kofferraum verströmen die ungewaschenen Schabracken ihren Duft und der Inhalt des Fußraumes würde für eine ganze Box zum Einstreuen reichen.
  4. …auf Verständnis von Nicht-Reitern hoffen: „Wie, du fährst jeden Tag zum Pferd? Wird das nicht langweilig? Wäre ja nichts für mich…“ Auch wenn ich mich selbst immer wieder dabei erwische, andere Leute davon überzeugen zu wollen, wie wunderbar mein Hobby und wie noch wunderbarer mein Pferd ist – wer diese Verbindung noch nie erlebt hat, wird es einfach nicht verstehen.
  5. …Geld: Auch wenn man es mal geschafft hat, etwas Geld auf die hohe Kante zu legen und nicht alles für überteuerte Schabracken ausgegeben hat, die nächste Tierarztrechnung kommt bestimmt! Und wenn nicht, dann fängt der Sattel an zu rutschen, garantiert.

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    …solche Momente entschädigen fast alles 🙂

  6. …Zeit: Genau so schlimm steht es bei uns Reitern mit der Zeit: Wer uns kennt, weiß, dass Sätze wie „Ich fahre nur mal kurz zum Stall“ eher wenig tatsächliche Aussagekraft besitzen und wir jeden Tag mehrere Stunden in unserem Paralleluniversum verschwinden.
  7. …sich gesund ernähren: wegen des Mangels an Zeit greifen wir oft auf unheimlich nahrhafte Gerichte wie Tiefkühlpizza oder Tütensuppe zurück. Auf dem Turnier gibt es Pommes rot-weiß und Crêpes. Auf der Autofahrt von der Arbeit/Uni/Schule zum Stall mal schnell einen Müsliriegel, das muss reichen. Das wird bei uns leider nichts mit #eatclean und #healthyfood…
  8. …ausschlafen: Am Wochenende geht es entweder zum Turnier oder zum Training oder auf einen laaangen Ausritt- wer das alles mit dem normalen Leben unter einen Hut bekommen möchte, muss mit den Vögeln aufstehen.
  9. …den Pferdegeruch loswerden: Auch wenn wir vehement behaupten, dass Pferde nicht stinken, wir können es auch riechen, welchen Geruch unsere Klamotten nach einem langen Stalltag verströmen. Die Decken kann man noch so oft waschen, sie riechen einfach nach Pferd. Deshalb sollte man sich genau überlegen, welche Kleidungsstücke und Schuhe man „mal kurz“ in den Stall anzieht!
  10. …Langeweile: Über eines kann man sich als Pferdebesitzer sicher sein. Es wird niemals langweilig. Unsere Vierbeiner denken sich garantiert immer irgendetwas Neues aus, um uns beim Reiten in den Wahnsinn zu treiben, verletzen sich beim Toben auf der Koppel oder verlieren am Tag des Turniers ein Hufeisen.

Der Sport mit einem Lebewesen verlangt so einiges von uns ab. Was wir aber im Gegenzug bekommen, ist so viel mehr wert als die paar Nachteile, die ich euch aufgezählt habe. Deshalb nehmen wir es gerne in Kauf, dass wir einige Dinge einfach vergessen können 🙂 .

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