Turnierbericht Westensee 29.04.

Nach einer sechswöchigen Turnierpause ging es für uns endlich wieder auf Tour! Pferd in Form, ich motiviert – eigentlich beste Voraussetzungen oder?

So machten wir uns also am Samstag (29.04.2017) auf den Weg nach Westensee. Auf diesem Turnier war ich zuletzt vor etwa zehn Jahren (Oh Gott!) mit meinem ersten Pferd Contessa. Damals sind wir in einem Reiterwettbewerb gestartet. Nun standen eine Dressurreiter L und eine Trensen L auf dem Plan. Ich war am Vortag schon mit meiner Trainerin auf dem Turnierplatz und konnte mir alles ansehen. Die Abreitehalle war mit 60 Metern Länge recht groß, das Viereck hinter der Führanlage hatte guten Boden, lag jedoch direkt an der Straße und war nur durch eine Hecke von dem anderen Viereck nebenan getrennt. Glotzpotential für Klein-Glubschi war definitiv vorhanden, dennoch ging ich die Sache recht optimistisch an, da sie sich auf den ersten beiden Turnieren dieses Jahr absolut vorbildlich verhalten hat.

Dressurreiter L

Die erste Prüfung des Tages war die Dressurreiter L. Kaum auf dem Turnierplatz angekommen, musste ich auch schon satteln und abreiten, da wir als zweites Paar an den Start sollten. Die Zeit bis zum Einritt habe ich ganz gut eingeteilt bekommen. Sie war nicht super locker und trabte auch nicht so schön, wie wir es zuhause hinbekommen. Aber so ist das ja meist auf dem Turnier.
Auf dem Prüfungsviereck guckte sie am Richtertisch, der IN der Führanlage stand, überraschenderweise gar nicht. Dafür stand sie insgesamt ziemlich unter Strom. In der Trab- und Galopptour kam uns das zwar zu Gute, da ich sie besser zusammenschieben konnte. Im Schritt ist so viel Energie nicht ganz so optimal zu reiten, deshalb waren die Schrittphasen in den einfachen Wechseln sehr schwammig und zackelig.
Nach der Prüfung war ich erst einmal nicht so zufrieden, da ich mir fest vorgenommen hatte, die Galoppwechsel dieses mal besonders gut zu reiten. Außerdem ging unsere Paradedisziplin, der Mitteltrab, ziemlich in die Hose. Sie klemmte, ich traute mich aus Angst sie würde angaloppieren dann nicht, noch mehr einzuwirken.
Mit etwas Abstand betrachtet, fand ich dann aber auch, dass Elli sich wirklich zusammengerissen hat. Viele der Anderen haben sehr große Probleme mit dem Viereck gehabt und wir sind ohne Aussetzer überall herumgekommen. Einige meiner persönlichen Baustellen haben sich auch gebessert, wie zum Beispiel das Kurzkehrt. Mit einer 6,8 als Note konnte ich definitiv zufrieden sein, ich hatte mit weniger gerechnet. Wir wurden somit an 4.Stelle platziert 🙂 .

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Foto: Victoria Weihs

L Trense

Für die nächste Prüfung habe ich mir dann vorgenommen, die einfachen Galoppwechsel mit klarerer Schrittphase zu reiten und noch etwas mehr Ausdruck in die Trabtour zu bekommen. Wieder passte die Zeit beim Abreiten. Leider nur in der Theorie: Pünktlich zu meinem eigentlichen Start waren wir bereit, doch die Prüfung begann verzögert, sodass ich lange Schritt reiten musste. Aus irgendeinem Grund fuhr Elli sich in dieser Zeit ziemlich hoch, sodass auch mir die Nerven kurz durchgingen. Als es dann endlich ins Prüfungsviereck ging, hatte ich mir fest vorgenommen, den Ritt einfach zu genießen und Spaß zu haben. Zwar war sie immer noch sehr unter Strom und auch der Mitteltrab war wieder sehr klemmig und dementsprechend sehr flach. Doch konnte ich die Galoppwechsel viel besser ausreiten und auch mit der Schritttour war ich dieses mal zufriedener.
Mit der Wertnote von 6,0 dann eher nicht. Im Vergleich zur ersten Prüfung war etwas mehr Pepp und trotzdem mehr Ruhe in dem Ritt. Da ich dritte Starterin in dieser Prüfung war und auch schon zwei Reiterinnen bessere Wertnoten hatten, brachten wir Elli zurück zum Anhängerplatz und machten sie reisefertig. Doch unsere liebe Fotografin Vicy (Victoria Weihs Fotografie) war noch vor Ort und teilte mir mit, dass wir noch in der Platzierung waren! Damit habe ich bei der Note nicht gerechnet. Weil Elli schon abgesattelt war, wollte ich ihr ein erneutes Fertigmachen nicht zumuten und ging frecherweise ohne Pferd zur Siegerehrung. Wir wurden an fünfter Stelle platziert.

Insgesamt war es ein wirklich schöner Tag, ich persönlich habe wieder einiges für die nächsten Male mitgenommen und wieder mehr Selbstvertrauen gewonnen, dass wir auch in schwierigen Vierecken mittlerweile bestehen können. Ich freue mich auf die nächsten Turniere!

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Foto: Victoria Weihs

2 Gedanken zu “Turnierbericht Westensee 29.04.

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